Dienstag, 18. Dezember 2012

Negative Äußerungen auf Facebook über den Arbeitgeber reichen für ausserordentliche Kündigung

Das Landesarbeitsgericht Hamm hat am 10. Oktober 2012, Az. 3 Sa 644/12, die Entscheidung des Arbeitsgerichts Bochum vom 29. März 2012, Az. 3 Ca 1283/11, aufgehoben in dem festgestellt wurde, dass negative Äußerungen auf Facebook über den Arbeitgeber zunächst abgemahnt werden müssen.

Mal wieder das Missverständnis, was privat und was öffentlich ist. Insbesondere vor dem Hintergrund der nun immer forcierter geforderten Klarnamenpflicht bei Facebook ist diese Entscheidung von Bedeutung.

Das Internet ist kein privater Raum. Der Chef liest mit und aus den Äusserungen muss man die Konsequenzen tragen. So kritisierte ein Azubi auf FB seinen Chef, sowie die Arbeit, die er verrichten muss und das LAG sah darin einen Grund für die sofortige Kündigung.

Wer also schon Facebook verwenden will, der sollte hier ein Pseudonym verwenden und wirklich darauf achten, wer das Eingetragenen lesen darf.

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