Mittwoch, 5. September 2012

Pornopranger zunächst verboten

Pronopranger für p2p-Abmahn"opfer" zunächst verboten.

Eine der führenden Kanzleien für die Verteidigung von Rechteinhaber aus dem erotischen Bereich hatte angekündigt sie würde demnächst die Namen derer veröffentlichen, die sie mit Abmahnungen wegen Download dementsprechender Werke abgemahnt hatten.

Dieses Ansinnen wurde nun gestoppt. Ob es sich dabei nun um den zugegebenermaßen geschickten Versuch gehandelt hat die Abgemahnten zu mehr Zahlungsmoral zu bewegen oder ein tatsächlich ernst gemeintes Ansinnen mag derweil dahingestellt bleiben.

Möglich geworden ist es jedenfalls durch eine vieldiskutierte Entscheidung des BGH, der auch bei geringfügigen Verstößen eine "Gewerblichkeit" sieht. Neben der Folge, dass dadurch deutlich mehr Werke und auch ältere Werke und Verstöße im Bereich P2p Abmahnungen abmahnfähig sind, bedeutet dies, dass die Kanzleien grundsätzlich dazu berechtigt sind die Namen Ihrer nun gewerblichen Abmahngegner zu Werbezwecken zu veröffentlichen.

Die Kanzlei jedenfalls liess verlauten sie würde sich nicht in Ihren Grundrechten einschränken lassen.